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Tenor

Johan Botha zählt heute zu den bedeutendsten Sängern der Opernwelt und zur raren Spezies dramatischer Tenöre, die im deutschen wie im italienischen Fach gleichermaßen reüssieren.

1965 in Südafrika geboren, studierte er Gesang in Pretoria, gab 1989 als Max in Webers Freischütz sein Bühnendebüt am Staatstheater Roodeport und kam 1990 nach Europa.

1993 bescherte ihm sein Einstand als Pinkerton an der Pariser Opéra Bastille den internationalen Durchbruch.

Innerhalb kürzester Zeit wurde er zu den wichtigsten Debüts eingeladen. Heute gastiert Johan Botha regelmäßig an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt: an der Mailänder Scala, am Londoner Covent Garden, den Pariser Opernhäusern, Barcelonas Liceu, der New Yorker Metropolitan Opera, wo er seit seinem fulminanten Debüt 1997 mit Canio seither jedes Jahr gastiert, der Chicago Lyric Opera, der Los Angeles Opera, der Berliner und der Hamburgischen Staatsoper oder den Salzburger Festspielen. Sein künstlerisches Zentrum bildet die Wiener Staatsoper, wo er 1996 als Cavaradossi in Puccinis Tosca debütierte und seither in zahlreichen Neuproduktionen zu erleben war. Johan Bothas Repertoire spannt sich vom Florestan in Beethovens Fidelio und Max in Webers Freischütz über die dramatischen Verdi-Partien (Don Carlos, Radames und vor allem ist er - seit seinem Debüt 2006 - heute DER Otello,) den italienischen Puccini und Verismo – Partien (Cavaradossi in Tosca , Kalaf in Turandot, Pinkerton in Madama Butterfly , Turiddu in Cavalleria rusticana, Canio in Il Pagliacci, die Titelrolle in Giordanos´ Andrea Chenier oder der Ezio in Ponchiellis´ La Gioconda) bis hin zu Wagners Erik, Lohengrin, Stolzing, Siegmund und Parsifal, dem Pedro in d´Albert´s Tiefland oder dem Kaiser in der Frau ohne Schatten und Apollo in Daphne von Richard Strauss. Johan Botha ist auch ein ebenso gefragter Konzertsänger, der mit den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit (Abbado, Barenboim, Boulez, Bychkov, de Billy, Dohnany, Gatti, Gergiev, Levine, Maazel, Pappanao, Petrenko, Welser-Möst, Thielemann, Young, u.v.a.) ebenso regelmäßig zusammenarbeitet wie mit so renommierten Orchestern wie dem Royal Philharmonic und dem London Symphony Orchestra, dem Cleveland und dem Boston Symphony Orchestra, sowie den Berliner, Wiener, Hmaburger, Dresdner und Münchner Philharmonikern, der Staatskappelle Berlin und die Staatskapelle Dresden, den Symphonieorchestern des WDR in Köln und des Bayerischen Rundfunks in München und dem RSO Wien. Sein Repertoire enthält u.a. Beethovens IX. Symphonie und Missa Solemnis , Brahms´ Rinaldo (ein Werk für das sich der Künstler seit einigen Jahren besonders nachhaltig einsetzt), das Dvorak Stabat Mater , Verdis Requiem und Mahlers Lied von der Erde , Klagendes Lied und VIII. Symphonie.

2003 Wurde Johan Botha, der seit 1998 österreichischer Staatsbürger ist, in Wien mit dem Titel „Österreichischer Kammersänger“ der Wiener Staatsoper geehrt, als jüngster Sänger der jemals diese Auszeichnung erhielt.

Zahlreiche CD dokumentieren das bisherige Schaffen des Künstlers.

  © 2010 Johan Botha